Nicht nur in der Damenwelt ist das Rasieren der Achseln eine regelmäßige Tätigkeit. Auch immer mehr Männer entfernen oder zumindest stutzen die Haare unter den Armen mit einem Haarschneider bzw. Bartschneider oder einem Nassrasierer. Allerdings kann dies auch ziemlich in die Hose gehen. Denn gerade in den Achseln ist die Haut sehr empfindlich und damit auch sehr empfänglich für Rasurbrand. Habt ihr genau dieses Problem – ob nun Männlein oder Weiblein – oder wollt ihr zum ersten Mal an die Achselhaare heran, haben wir einige wertvolle und hilfreiche Tipps für euch, wie ihr die Achselrasur am schonendsten über die Bühne bekommt.

Warum Achseln rasieren?

Bei den Frauen ist es vor allem eine optische Sache. Ihnen (sowie natürlich auch uns Männern) gefallen rasierte und damit haarfreie und glatte Achseln an einem schönen Frauenkörper einfach viel besser. Auch wenn es aktuell einige Trendbewegungen hin zur Achselbehaarung gibt, wie auch einige (Möchtegern-)Stars auf irgendwelchen Instagram- oder Papparazzi-Fotos zeigen, rasieren sich doch der Großteil der Frauen die Achseln. Aber auch viele Männer machen dies – und das aus einem guten Grund. Denn neben der optischen Geschichte, dass es einfach besser und gepflegter ausschaut, hat es auch einen Vorteil bezüglich der Geruchsbildung.

Der von vielen so gefürchtete Schweißgeruch unter den Achseln entsteht nicht per se durch die Bildung von Schweiß, sondern wenn Bakterien den kalten Schweiß zersetzen. Und für Bakterien sind gerade „bewaldete“, also nicht rasierte oder zumindest gestutzte Achseln ein Paradies. Somit neigen nicht rasierte Achseln einfach schneller mal zum Schweißgeruch. Dieser kann in der Regel mit Deo umgangen bzw. verhindert werden – aber eben auch nicht immer und bei jedem. Daher sind rasierte Achseln auch ein guter Weg, um gegen Schweißgeruch anzugehen. Dies gilt vor allem für alle diejenigen, die unter übermäßigem Schwitzen, auch Hyperhidrose genannt, leiden. Aber natürlich hilft es auch allen anderen.

Wie Achseln rasieren?

Nach der Frage des „Warum“ kommt nun die Frage nach dem „Wie“. Am einfachsten klappt es in der Tat mit einem Nassrasierer, wie er auch bei Männern klassischerweise im Gesicht sowie Frauen an vielen anderen Körperregionen wie Beinen und Intimbereich genutzt wird. Mit ihm bekommt ihr die Haare bei der öfter etwas unebenen Haut unter den Achseln am besten glatt rasiert. Theoretisch könnt ihr aber auch einen Elektrorasierer verwenden und schauen, ob ihr damit klarkommt.

Wollt ihr keinen kompletten Kahlschlag, sondern nur die Haare in der Länge etwas zurechtstutzen und damit auf eine Einheitslänge bringen, hilft ein Haarschneider bzw. Bartschneider. Stellt diesen einfach auf die gewünschte Länge ein und fahrt dann mit ihm durch die Haare. Auf diese Weise stutzt ihr eure Achselbehaarung, genauso wie es auch bei einem Bart oder dem Kopfhaar der Fall ist.

Tipps für die Achselrasur

Nachdem wir nun das „Warum“ und das „Wie“ geklärt haben, kommen wir nun zu unseren Tipps für die Achselrasur. Wir empfehlen euch, diese zu beachten, um den wirklich vor allem unter den Armen unangenehmen Rasurbrand möglichst einzudämmen oder im Idealfall komplett zu umgehen bzw. zu verhindern.

Tipp 1: die Haut reinigen

Bevor ihr eure Achseln rasiert, solltet ihr die Haut unter den Armen unbedingt reinigen. Wascht diese also vorher gründlich, im Idealfall unter der Dusche, und verwendet eventuell auch ein Peeling, um abgestorbene Hautpartikel sowie Fettrückstände zu beseitigen. So ebnet ihr schon einmal den Weg für die Rasur.

Tipp 2: die Haut glätten

Nicht nur durch das Reinigen der Haut (siehe Tipp 1) könnt ihr für eine glatte Haut sorgen, sondern auch durch eine geschickte Rasur. Hebt den zu rasierenden Arm möglichst weit nach oben und streckt ihn nach hinten, um die Haut zu spannen und so glatt zu ziehen.

Tipp 3: Schaumparty

Rasiert ihr eure Achseln mit einem Nassrasierer, verwendet auf jeden Fall Rasierschaum. Dieser sorgt nicht nur dafür, dass sich die Haare aufrichten und der Rasierer besser über die Haut gleitet, sondern pflegt auch die empfindliche Haut unter den Achseln. Verzichtet also bei keiner Nassrasur auf das schäumende „Gleitmittel“, um einen Rasurbrand bereits im Keim zu ersticken.

Tipp 4: guten Rasierer verwenden

Wie auch im Gesicht gilt, dass ihr einen guten Nassrasierer verwenden solltet. Dieser hat im Idealfall auch noch einen beweglichen Kopf, damit ihr an die ohnehin schwer erreichbaren Achseln besser herankommt. Wir empfehlen euch eines der besten Modelle aus unserem Nassrasierer Test zu verwenden. Damit seid ihr auf jeden Fall gut ausgestattet, egal welche Körperregion ihr gerade enthaaren wollt.

Tipp 5: scharfe Klingen

Ein absolutes No-Go beim Rasieren ist das Verwenden von alten und abgenutzten Klingen. Dies gilt sowohl im Gesicht als auch unter den Achseln, wo die Haut per se nicht nur empfindlich, sondern oft auch leicht uneben ist. Nur mit einer neuen und scharfen Klinge habt ihr die Möglichkeit, die Rasur möglichst schonend durchzuführen. Sind die Klingen stumpf, wird nicht nur die Rasur weniger gründlich, sondern auch langwieriger. Und das hat wiederum eine erhöhte Reizung und ein vermehrtes Strapazieren der Haut zur Folge – „Rasurbrand, herzlich Willkommen“ sagen wir da nur…

Tipp 6: das richtige Timing

Wir empfehlen euch, die Achseln am Abend zu rasieren. Dann hat die Haut Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen, bevor ihr am nächsten Morgen wieder das Deo, das recht aggressiv zur Haut sein kann, auftragt. Zudem solltet ihr unbedingt nach der Rasur eine Pflegecrem auftragen, die dann in der Nacht wirken und so zur Erholung der Haut beitragen kann.

Tipp 7: gegen den Strich rasieren

Dieser Tipp ist nur für Profis, die bereits Erfahrung haben und keine sensible Haut zu beklagen haben. Wenn ihr gegen den Strich rasiert, wird die Achselrasur in der Regel deutlich gründlicher, da ihr so besser alle Stoppel erwischt und beseitigt. Allerdings ist auch die Verletzungsgefahr größer. Daher solltet ihr erst einmal mit der Wuchsrichtung vorgehen, um eine Grundlage zu legen. Dann könnt ihr gegebenenfalls mit ein paar gezielten Zügen gegen den Strich für den finalen Feinschliff sorgen. Alternativ kann auch das Rasieren quer zur Wuchsrichtung helfen, was weniger gefährlich ist.

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