Produktbewertung

Rasur

Verarbeitung

Hautschonend

Preis-/Leistung

Gesamt
bewertung


Neben den großen Playern Braun und Philips sowie Panasonic ist Remington ein weiterer bekannter Hersteller von Bartschneidern. Eines der neueren Modelle dieser Marke ist der Remington Bartschneider Vakuum MB6850. Dieser Bartschneider, der Name verrät es bereits, arbeitet mit Vakuum.

Wer schon mehrere Testberichte hier bei uns gelesen hat, dürfte jetzt denken: “Moment, da war doch was mit Vakuum?!?” Genau, so ist es. Auch der um einige Jahre ältere Philips Series 7000 Vakuum Bartschneider BT7090/32 bietet Vakuum-Technologie. Ob der hier getestete Remington MB6850 sich genauso gut schlägt und wie er sich unterscheidet, verrät unser Testbericht.

Remington Bartschneider Vakuum MB6850 kompakt

Quasi wie mit einem Vakuum haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile aus unserem Remington Bartschneider Vakuum MB6850 Testbericht herausgesaugt und diese in der nachfolgenden Liste kompakt zusammengefasst:

Vorteile:

  • Vakuum-Technologie
  • Titanbeschichtete Klingen
  • Abnehmbare Vakuum-Kammer
  • Haarlängen zwischen 2 und 18 mm
  • bis zu 60 Minuten Akkulaufzeit

Nachteile:

  • Vakuum funktioniert nicht perfekt
  • nicht wasserdicht

Lieferumfang:

  • 1 x Bartschneider
  • 2 x Aufsteckköpfe
  • 1 x Aufsteckkamm
  • 1 x Aufbewahrungstasche
  • 1 x Reinigungsbürste
  • 1 x Bedienungsanleitung

Design und Ausstattung

Beginnen wir zum Einstieg mit der Bewertung des Aussehens des Vakuum MB6850. Ok, zugegeben, das ist schon recht subjektiv. Aber es ist ein seichter Einstieg in unseren Testbericht, bevor wir zu den harten und objektiven Fakten kommen.

Der Bartschneider kommt in den Farben Schwarz und Grau sowie einem giftigen Grün bei einigen Elementen daher, ist damit ein aggressiver Farbklecks im Feld unseres Bartschneider Tests. Ob die giftgrüne Giftschlange im Schafspelz auch zubeißen und die Konkurrenz im Test bzw. Vergleich abhängen kann, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen. Optisch gefällt mir die Farbkombination ganz gut. Die Formsprache ist etwas altbacken und kann meiner Meinung nach nicht mit der frischen Farbgebung mithalten. Aber das Design ist ja wie gesagt auch eher nebensächlich.

Das Hauptaugenmerk liegt beim Remington Bartschneider Vakuum MB6850, der Name verrät es ja auch schon, eindeutig bei der Vakuum-Technologie. Diese soll dazu beitragen, dass das Waschbecken nach dem Stutzen des Bartes nicht komplett mit Bartstoppeln übersät ist. Denn die Haare werden von einem erzeugten Vakuum in eine Sammelkammer am Bartschneider gesaugt, wo sie dann später bequem entsorgt werden können, statt im Waschbecken zu landen.

Das kann dann in manchem Haushalt auch für mehr Frieden zwischen den Partnern sorgen. Denn sicherlich ist es in mancher Beziehung ein ständiges Streitthema, wenn „Mann“ immer die Bartstoppeln im Waschbecken zurücklässt und „Frau“ diese dann entfernen muss. Allerdings ist das Streitthema mit dem MB6850 nicht komplett ad acta gelegt. Denn laut Hersteller erfasst die Vakuum-Technologie dieses Bartschneiders nur rund 95 Prozent aller Bartstoppel bis zu einer Länge von 5 mm. Das ist kein perfektes Ergebnis, aber ein solides und liegt auch ungefähr auf dem gleichen Niveau wie bei der Vakuum-Konkurrenz aus dem Hause Philips in unserem Praxis-Test.

Auch die weiteren Merkmale und Ausstattungen wollen wir natürlich nicht links liegen lassen. Hierzu zählen unter anderem titanbeschichtete Klingen. Klingt toll, haben aber auch andere Hersteller im Repertoire. Angetrieben wird der integrierte Motor von einem Lithium-Ionen-Akku. Dieser weist eine Betriebszeit von bis zu 60 Minuten auf. Die Ladezeit beträgt mit 120 Minuten doppelt so lang. Über den Ladezustand informiert eine LED-Kontrollleuchte, die am unteren Ende des Gerätes untergebracht ist.

Bedienung und Reinigung

Im Vergleich zum Vakuum-Bartschneider von Philips bietet der Bartschneider Vakuum MB6850 von Remington einen großen Vorteil. Die bereits weiter oben erwähnte Vakuumkammer kann vom Gerät abgenommen werden. Das vereinfacht das Entleeren deutlich, da so nur diese über dem Mülleimer ausgekippt und danach ausgewaschen werden muss. Ansonsten würde das feuchte Abspülen aber auch entfallen, denn das Gerät selbst ist nicht wasserdicht. Er kann also nicht komplett unter Wasser gereinigt werden. Die Aufsteckköpfe sind hingegen abnehmbar und können ebenfalls unter fließendem Wasser gesäubert werden.

Die sonstige Bedienung ist einfach und eingängig. Die Schneidelängen lassen sich einfach einstellen. Ansonsten hat das Gerät nicht sonderlich viel zu bieten, abgesehen halt von einem Ein- und Ausschalter. Der Griff liegt ok in der Hand, ist aber nach meinen Eindrücken nicht sonderlich ergonomisch. Hier fühlten sich andere Bartschneider im Test schon besser an. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt und nicht so entscheidend.

Die Schneideleistung

Viel wichtiger ist die Schneideleistung, also das Grooming-Ergebnis. Leistet sich der Remington Bartschneider hier Schwächen? Nicht wirklich, auch wenn es nicht zu der ganz supertollen Glanzleistung reicht. Die bereits erwähnten Klingen mit ihrer Titanbeschichtung schneiden solide und zuverlässig die Barthaare auf die gewünschte Länge.

Einstellen lassen sich 12 verschiedene Längen. Das ist eine solide, aber auch kein wirklich gute Auswahl an verfügbaren Längeneinstellungen. Hier bieten andere Geräte mehr. Zum Lieferumfang gehören neben dem Ladekabel und einer Aufbewahrungstasche auch zwei Aufsteckköpfe. Dies sind zum einen 32 mm breiter Vakuum-Trimmer und 20 mm breiter Vakuum-Detail-Trimmer. Der verstellbare Aufsteckkamm, der ebenfalls zum Lieferumfang zählt, ist zudem mit einer Lock-Funktion zwischen 2 und 18 mm versehen. Passt und funktioniert, ist aber weder überragend gut noch überragend schlecht.

Remington Bartschneider Vakuum MB6850 Test Fazit

Der Remington Bartschneider Vakuum MB6850 ist ein solider Bartschneider. Die Vakuum-Technologie ist ein nettes Gimmick, das auch ganz ok funktioniert. Es ist aber nicht so gründlich und zuverlässig, wie wir es uns erhofft hätten. Insgesamt also ein solides Testergebnis für einen recht erschwinglichen Bartschneider aus dem Hause Remington, dem aber der ganz große Sprung nicht gelingt. Der Giftschlange, um unser Bild von weiter oben noch einmal aufzunehmen, sind also nicht die Zähne gezogen worden. Wirklich giftig sind sie aber eben auch nicht, sodass sich die Konkurrenz gerade der etablierten Hersteller wie unser Testsieger Panasonic ER-GP80 nicht fürchten oder gar in Deckung zu gehen brauchen…

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