Wenn es um das liebe Geld geht, verstehen die wenigsten Spaß. Vor allem diejenigen, die nicht allzu gut bei Kasse sind, müssen an jedem Ende und bei jeder Möglichkeit sparen. Da stellt sich doch die Frage, welche Rasur am günstigsten ist: Nassrasur, günstiger Elektrorasierer oder teurer Elektrorasierer? Prinzipiell scheint das Ergebnis schon vorher klar, schaut man auf die Preise der Elektrorasierer. Da müsste doch logischerweise das Nassrasieren die günstigste Methode sein, oder nicht? Denn in dieser Kalkulation nicht zu vernachlässigen sind natürlich die Kosten für die Klingen, die regelmäßig getauscht werden müssen.

Welches ist nun also die günstigste Methode, um die eigene Gesichtsbehaarung loszuwerden? Unser Kostenvergleich hochgerechnet auf drei Jahre Nutzung gibt die Lösung – auch wenn wir zugegen müssen, dass die Hochrechnungen auf Schätzungen beruhen, die aber sicherlich für viele von euch so ungefähr zutreffen sollten. Habt ihr komplett andere Rasiergewohnheiten, müsst ihr die Rechnungen auf eure Bedürfnisse anpassen. Als Grundlage für unsere Berechnung sind wir von einer täglichen Rasur des kompletten Gesichts ausgegangen. Übrigens: Die Stromkosten für die Elektrorasierer haben wir aus dieser Gleichung genauso ausgelassen wie die Kosten für Wasser. Die machen aber den Kohl wahrlich nicht fett, sondern machen höchstens noch wenige Euro im Jahr aus.

Günstiger Elektrorasierer ohne Reinigungsstation

Den Anfang in unserem großen Kostenvergleich machen die günstigen Elektrorasierer ohne Reinigungsstation. Als Referenzmodell haben wir hierfür unseren Preis-Leistungssieger im Elektrorasierer Test genommen, den Philips S7520/50 Series 7000. Dieser Elektrorasierer kommt ohne Reinigungsstation im Lieferumfang und kostet bei Amazon aktuell (Stand Dezember 2017) rund 140 Euro als einmaligen Anschaffungspreis.

Damit ist es dann aber natürlich noch nicht getan. In der Regel muss ca. alle 18 Monate der Scherkopf ausgetauscht werden, da dieser mit der Zeit einfach abnutzt. Ersatz kostet bei diesem Modell einmalig 50 Euro für alle drei Scherköpfe. Das ergibt bei drei Jahren als Kalkulationszeitraum den zweimaligen Austausch, also 100 Euro. Somit ergeben sich über drei Jahre gerechnet Gesamtkosten von ca. 230 Euro. Teilt man diese durch drei, ergibt dies Jahreskosten von ca. 77 Euro.

Teurer Elektrorasierer mit Reinigungsstation

Der zweite Vertreter in unserem Duell der Rasiermethoden im Kostencheck ist der teure Elektrorasierer mit Reinigungsstation. Hier nehmen wir exemplarisch unseren Testsieger, den Braun 9296 cc Series 9 als Referenz. Erwerbt ihr diesen im Dezember 2017 bei Amazon, zahlt ihr ca. 220 Euro für dieses hochwertige und in unserem Test ausgezeichnete Modell. Dieses hat in unserem Testbericht mit sensationell guten Rasurergebnissen gepunktet und kommt zudem mit einer komfortablen Reinigungsstation im Lieferumfang.

Auch bei diesem Elektrorasierer ist ein regelmäßiger Tausch der Klingen bzw. des Scherkopfes erforderlich. Da diese bei diesem hochwertigen Modell allerdings noch qualitativ etwas hochwertiger und damit langlebiger sind, gehen wir in diesem Fall von einem Tausch alle zwei Jahre aus. Auch hier liegen die Kosten bei rund 50 Euro für den Ersatz, was auf drei Jahre umgelegt also 75 Euro ergibt. Das war es aber noch nicht an Unterhaltskosten. Denn die Reinigungsstation benötigt regelmäßig frische Kartuschen, damit sie ihre Frische- und Reinigungswirkung auch entfachen kann. Wir gehen hier davon aus, dass die Kartusche alle 3 Monate getauscht werden muss. Dies ergibt einen Verbrauch von 12 Kartuschen in 3 Jahren. Eine Kartusche ist beim Kauf dabei, sodass noch 11 Stück nachgekauft werden müssen. Die Kosten je Kartusche liegen bei Amazon bei rund 4 Euro pro Stück. Dies ergibt dann also über drei Jahre Kosten von 44 Euro für die zusätzlichen Reinigungskartuschen. Summa Summarum ergibt dies am Ende Gesamtkosten von 339 Euro. Auf ein Jahr heruntergebrochen ergibt dies Kosten von 113 Euro pro Jahr.

Nassrasur

Der per se große Favorit auf den Gesamtsieg und damit die günstigsten Kosten für die tägliche Rasur ist die Nassrasur – zumindest schürt ein Blick auf die Anschaffungskosten des Nassrasierers diese Erwartung. Diese liegen je nach Modell meist bei nur ca. 10 bis 20 Euro im Set mit ein paar Klingen. Wir nehmen in diesem Fall auch hier unseren Testsieger im Nassrasierer Test, den Gillette Fusion ProGlide Rasierer. Diesen gibt es Stand Dezember 2017 bei Amazon im Set mit vier Klingen für ca. 20 Euro.

Das teure bei der Nassrasur sind aber in der Regel nicht die Anschaffungskosten, sondern die Klingen, die auch noch deutlich schneller verschleißen und damit gewechselt werden müssen, als es bei Elektrorasierern der Fall ist. Somit wird es also wohl nichts mit dem sicheren und ungefährdeten Start-Ziel-Sieg für den Nassrasierer. Wie oft ihr eure Klingen tauschen müsst, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren wie der Härte eurer Gesichtsbehaarung etc. ab. Wir gehen mal von einem Klingenverbrauch von zwei Klingen pro Monat aus, um eine runde Rechnung aufzumachen. Denn ein regelmäßiger Klingentausch ist absolut zu empfehlen, damit eure Haut und die Gründlichkeit der Rasur nicht unter der falschen Sparsamkeit leidet. Die Kosten pro Klinge liegen bei gut 3 Euro, wenn ihr diese in einem Achterpack für 25 Euro kauft. Bei einem Klingenverbrauch von 26 Klingen ergibt dies gut 80 Euro pro Jahr. Zudem braucht ihr noch Rasierschaum. Wir rechnen mit einer Packung pro Monat bei einem Kaufpreis von 3 Euro für einen hochwertigen Schaum – macht also 36 Euro pro Jahr oder 118 Euro auf drei Jahre gerechnet.

Hochgerechnet auf drei Jahre abzüglich von 4 Klingen aus dem Starterset (ca. 12 Euro) ergeben sich also Gesamtkosten von ca. 370 Euro. Teilt ihr diese dann auf die Kosten pro Jahr auf, ergeben sich Durchschnittkosten von rund 120 Euro.

Unser Fazit


Wie ihr seht, hat also die Nassrasur nicht den ersten, sondern den letzten Platz in unserem Kostencheck erzielt. Sie muss sich mit rund 120 Euro pro Jahr deutlich der rund 77 Euro teuren Rasur mit einem günstigen Elektrorasierer geschlagen geben. Aber auch die Rasur mit einem teuren Elektrorasierer mit Reinigungsstation ist mit ca. 113 Euro noch einmal eine Ecke günstiger und nicht so teuer, wie wir vorher erwartet hatten. Abwägen müsst ihr dies dann natürlich noch damit, was euch eine gründliche und möglichst hautschonende Rasur wert ist. Müsst ihr nicht unbedingt jeden Euro zweimal umdrehen, um über die Runden zu kommen, würden wir euch am Ende den hochwertigen Braun Series 9 9290cc empfehlen. Er rasiert einfach am besten, ist komfortabel und mit durchschnittlichen Monatskosten von weniger als 10 Euro auch erschwinglich.

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