Epilieren ist eine tolle Sache, um für einen längeren Zeitraum haarfreie Beine zu erhalten. Aber auch an anderen Körperregionen wie unter den Achseln oder im Intimbereich könnt ihr einen Epilierer verwenden, um dort für Haarfreiheit zu sorgen. Der große Vorteil der Epilation ist, dass das glatte Ergebnis bedeutend länger anhält als bei einer Rasur. Denn die Haare werden mit Wurzel aus der Haut gezogen und benötigen demnach länger, um wieder so weit zu wachsen, dass sie aus der Haut schauen und damit Stoppeln bilden.

Der Nachteil am Epilieren ist hingegen, dass es durchaus schmerzhaft sein kann. Immerhin werden euch die Haare quasi aus dem Körper „gerissen“. Ok, zugegeben, das klingt jetzt doch etwas martialischer als es am Ende wirklich ist. Aber der einen Frau (oder dem einen Mann) tut eine Epilation kaum weh, der (oder dem) anderen hingegen sehr. Zudem kann das Epilieren zu Hautrötungen sowie dem Einwachsen von Haaren führen. Damit es nicht zu schmerzhaft wird und ihr auch sonstige Probleme beim und nach dem Epilieren verhindern könnt, habe wir euch wertvolle Tipps rund um das Epilieren zusammengesucht. Diese habe ich auch selbst an meinem Körper ausprobiert und für wirksam und damit gut befunden. Es lohnt sich also, dass ihr diese ebenfalls anwendet, wenn ihr euch epiliert.

Der richtige Epilierer

Beginnen wir bei dem richtigen Handwerkszeug. Je besser der Epilierer ist, desto gründlicher wird das Ergebnis, desto mehr Fläche epiliert ihr auf einmal und spart somit desto mehr Zeit sowie umso weniger schmerzhaft ist es. Wir haben euch in unserem Epilierer Test viele verschiedene Epilierer vorgestellt. Einige davon sind richtig gut, andere sind gut und einige nicht ganz so zu empfehlen. Ich kann euch aus persönlicher Erfahrung den Braun Silk-épil 9 SkinSpa 9-961e ans Herz legen. Das ist nicht nur der beste Epilierer in unserem großen Test – und damit unser Testsieger – sondern es ist auch der Epilierer, der zuhause regelmäßig an meine zarte Haut darf, um die fiesen Stoppeln wieder für eine lange Zeit verschwinden zu lassen…

Eine gründliche Vorbereitung

Wichtig ist auch eine gründliche Vorbereitung der Epilation. Stellt euch am besten unter die warme Dusche oder nehmt ein Bad. Denn das warme Wasser, das ihr einige Minuten mit eurer Haut in Kontakt bringen solltet, öffnet die Poren der erwärmten Haut. Dies wiederum sorgt dafür, dass die Haare leichter aus der Haut herausgezogen werden können. So wird das Epilieren nicht nur einfacher und gründlicher, sondern auch weniger schmerzhaft. Auch eine vorherige Massage, z. B. mit einem Massageaufsatz eures Epilierers (wenn bei diesem einer im Lieferumfang dabei ist) kann helfen, um die Haut auf den Epiliervorgang vorzubereiten. Sie wird entspannter und sorgt so für eine angenehmere Epilation.

Den richtigen Aufsatz verwenden

Habt ihr einen Epilierer mit mehreren Aufsätzen, was gerade bei den besseren Modellen bzw. der gehobenen Preisklasse Standard ist, wählt je nach zu epilierender Körperregion auf jeden Fall den entsprechend passenden Aufsatz. Meist haben die Epilierer einen Aufsatz für das Gesicht, wenn es sich um einen Epilierer Gesicht handelt, bzw. einen Aufsatz für sensible Körperregionen wie die Achseln oder den Intimbereich. Diesen solltet ihr dann auch für die jeweiligen Bereiche verwenden. Epiliert ihr eure Beine und seid nicht super schmerzempfindlich, dann nehmt den größten Aufsatz, um möglichst viel Fläche mit einem Zug zu enthaaren. Handelt es sich hingegen um empfindliche Körperstellen, die ihr epilieren wollt, dann solltet ihr einen kleineren und speziellen Aufsatz verwenden, um die Haut in dem Bereich nicht übermäßig zu strapazieren sowie um die Schmerzen in Grenzen zu halten.

Richtig epilieren

Nachdem ihr nun eine ausreichende Vorbereitung getroffen habt und den Epilierer mit dem passenden Aufsatz für euer Vorhaben versehen habt, geht es frisch und frei ans Werk. Hierbei ist es wichtig, dass ihr mit Ruhe und Bedacht vorgeht, sonst wird die Epilation nicht gründlich und unnötig schmerzhaft. Spannt die Haut an der zu epilierenden Stelle mit zwei Fingern, sodass diese möglichst glatt ist. Dann setzt ihr den Epilierer senkrecht auf die Haut und fahrt dann mit dem Gerät – bzw. korrekterweise beschrieben mit der rotierenden Walze, auf der die Pinzetten, die die Haare fassen und herausziehen, untergebracht sind – langsam über eure Haut. Oft ist es so, dass nicht alle Haare beim ersten Durchgang herausgezogen wurden. Dann fahrt noch ein zweites und eventuell drittes Mal über die Haut, bis alle Härchen weg sind und die Haut glatt ist wie ein Baby-Popo…

Betäubende Wirkung

Sollte die Epilation für euch zu schmerzhaft sein, ob nun an einer speziellen Stelle oder ganz im Allgemeinen, gibt es betäubende Cremes. Diese werden auch in Tattoo-Studios und Co eingesetzt und sind ungefährlich. Sie sorgen lediglich dafür, dass die oberste Hautschicht betäubt wird. So spürt ihr die Schmerzen bei der Epilation gar nicht oder zumindest deutlich weniger. Tragt hierfür einfach eine Betäubungscreme, die es frei und ohne Rezept zu erwerben gibt, auf die zu epilierende Stelle auf. Nach kurzer Einwirkzeit wischt ihr die restliche Creme ab, damit die Haare nicht schmierig sind und nicht von den Pinzetten gefasst werden können. Dann habt ihr zwar keine Schmerzen, aber auch keine haarfreie Haut hinterher…

Nach Vorsorge und Epilation kommt die Nachsorge

Habt ihr die zu epilierenden Körperteile wie Beine, Achseln und Co fertig enthaart, solltet ihr nicht sofort das Weite aus dem Badezimmer sorgen. Denn eine entsprechende Nachbereitung ist mindestens genauso wichtig wie die Vorbereitung. Zunächst solltet ihr, wenn ihr arg gelitten habt, die entsprechenden Stellen mit einem Kühl-Akku für einige Zeit kühlen. Habt ihr so etwas nicht im Haus, könnt ihr auch eine Tüte tiefgefrorene Erbsen oder ähnliches verwenden.

Zudem solltet ihr die gereizte Haut unbedingt mit einer Pflegecreme eincremen, z. B. auf Basis von Aloe vera. Das verleiht der Haut Pflege und Feuchtigkeit, die sie nach den Strapazen der Epilation gut gebrauchen kann. Zudem solltet ihr an den epilierten Stellen für einige Zeit keine engen Klamotten tragen bzw. Deo in den Achseln auftragen. Ideal ist, wenn ihr daher das Epilieren abends macht. Dann kann sich die Haut über Nacht erholen.

Das richtige Timing

Wie bereits erwähnt, ist das Epilieren abends eine gute Sache, um der Haut über Nacht Ruhe zu gönnen. Aber es gibt noch einen Punkt, der bzgl. des perfekten Timings wichtig ist. Nämlich die Frage, wann bzw. bei welcher Haarlänge ihr epilieren solltet. Die meisten Epilierer können Haare am besten greifen, wenn diese zwischen 3 und 5 mm lang sind. Sind eure Haare an der entsprechenden Körperregion länger, dann solltet ihr zuvor einen Trimmer verwenden, um die Haare zu kürzen. Sind sie hingegen noch zu kurz, weil die letzte Epilation oder Rasur noch nicht lange genug her ist, solltet ihr besser noch ein, zwei Tage warten. Denn nur wenn die Haare eine gute Länge haben, um von den Pinzetten des Epilierers gegriffen zu werden, kann das Epilieren gründliche Ergebnisse und damit glatte Haut ohne Stoppeln erzielen.

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