Nachdem wir euch in diesem Ratgeber bereits das Rasiermesser ausführlich vorgestellt haben, wollen wir uns in diesem Ratgeber dem Rasierhobel widmen. Dieser ist eine weitere der klassischen Methoden der Nassrasur, die bedeutend weniger zum Einsatz kommt als die klassischen Nassrasierer von Gillette und Co. Dennoch ist er unserer Meinung nach auf jeden Fall Wert, dass wir euch diese Möglichkeit der Nassrasur in ein paar Worten vorstellen, da wir gerne über den Tellerrand hinausschauen und euch nicht nur über die besten Elektrorasierer, Nassrasierer und Co in unseren ausführlichen Testberichten informieren wollen. Daher gibt es nun alles, was ihr über den Rasierhobel wissen müsst…

Was ist ein Rasierhobel?

Der Rasierhobel besteht prinzipiell aus zwei Komponenten. Dies sind zum einen der eigentliche Hobel und zum anderen die Rasierklingen. Vor Beginn der Rasur mit einem Rasierhobel wird zunächst die Rasierklinge in den Kopf des Hobels eingespannt. Dies erfolgt so, dass auf der Oberseite noch ein kleines Stück herausragt. Dieses ist dann die Schneidefläche, mit der ihr über die Haut fahrt und auf diese Weise die Barthaare stutzt bzw. hobelt. In der Regel könnt ihr bei einem Rasierhobel nicht nur eine feste Klingengröße verwenden, sondern zwischen verschiedenen auswählen. Dies hat verschiedene Vorteile, da ihr so je nach Situation die passende Klinge auswählen und einspannen könnt.

Der Rasierhobel hat bereits eine lange Tradition bei der Rasur der Männergesichter. Das Prinzip geht bis in die Steinzeit zurück, wo damals vom Wasser in einem Fluss geschärfte Steine genutzt wurden. Bereits die Griechen bauten sich dann eine Vorrichtung, um diese spitzen und scharfen Steine darin einzuspannen und so den Vorgang der Rasur zu vereinfachen. Der eigentliche Rasierhobel wurde dann im 19. Jahrhundert erfunden und wird bis heute noch von vielen Männern für die tägliche Rasur verwendet.

Die Rasur mit einem Rasierhobel

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt, nämlich der Anwendung des Rasierhobels. Wie rasiert ihr euch genau mit diesem Hobel? Wir erklären es euch. Denn eines sollte euch immer bewusst sein: Wendet ihr den Rasierhobel falsch an, kann es zu bösen Schnittverletzungen im Gesicht kommen. Damit dies nicht passiert, solltet ihr also nicht nur unserer Anleitung genau folgen, sondern auch immer absolute Vorsicht walten lassen. Mal eben schnell in Hektik mit einem Rasierhobel rasieren kann schnell zu bösen und blutigen Schnitten statt einem glatten Gesicht führen. Daher solltet ihr euch für die Rasur mit diesem nicht ganz ungefährlichen Rasierwerkzeug auf jeden Fall Zeit lassen und dies in Ruhe tun. Seid ihr in Eile, solltet ihr besser zu einem Nassrasierer oder Elektrorasierer greifen, da dies bedeutend sicherer ist. Rasieren mit einem Rasierhobel erfordert Übung und Muße…

Kommen wir nun aber nach diesen allgemeinen Hinweisen und Warnungen zur eigentlichen Rasur. Wie bei jeder Nassrasur ist auch beim Rasieren mit einem Rasierhobel die Vorbereitung sehr wichtig. Zunächst solltet ihr das Gesicht mit warmen Wasser anfeuchten und dann selbiges gründlich mit einem Rasierschaum oder einer Rasiercreme einreiben. Theoretisch könnt ihr auch darauf verzichten, aber wir raten euch dringend dazu, um eure Haut zu schonen. Während diese wirkt – gebt ihr ein paar Minuten, damit sie eure Gesicht ideal auf die Rasur vorbereiten kann – spannt ihr die Klinge in den Rasierhobel ein, wie es in der entsprechend beiliegenden Anleitung gezeigt wird. Auch hierbei gilt, dass ihr unbedingt vorsichtig vorgehen solltet, damit ihr euch nicht in die Finger bzw. in die Hand schneidet. Stellt zudem sicher, dass die Klinge absolut fest und sicher im Rasierhobel sitzt – nicht, dass diese bei der Rasur aus der Halterung herausspringt und so zu bösen Verletzungen sorgen kann.

Dann kann es mit der eigentlichen Rasur losgehen. Zieht mit der Hand, in der ihr den Rasierhobel nicht haltet, die Gesichtshaut stramm, sodass diese glatt und leicht gespannt ist. Dann fahrt ihr mit dem Hobel sanft über diese. Hierbei haltet ihr den Rasierhobel in etwas in einem 30-Grad-Winkel zum Gesicht, um mit der Klinge möglichst alle Haare zu erfassen. Je nach Geschick und Übung – die gehört definitiv dazu – mag es sein, dass ihr noch nicht alle Bartstoppel erwischt. Dann einfach noch einmal über die entsprechende Stelle fahren. Auf jeden Fall solltet ihr euch, wenn ihr den Rasierhobel das erste Mal verwendet, vorsichtig an die Sache herantasten, da es wie gesagt etwas Übung bedarf, um die Rasur mit einem Rasierhobel verinnerlicht zu haben und zu perfektionieren. Sind alle Barthaare abrasiert, noch das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen, um die Reste von Stoppeln und Schaum zu entfernen. Fertig ist die Rasur mit einem Rasierhobel – so schwierig ist das also gar nicht…

Die Vor- und Nachteile

Wie jede Rasiermethode hat auch der Rasierhobel ein paar Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil gegenüber Systemrasierern wie von Gillette ist die Tatsache, dass nur eine Klinge bei einem Rasierhobel zum Einsatz kommt. Diese kann im Endeffekt natürlich nur weniger Haare erfassen, als es bei zwei, drei oder gar fünf Klingen der Fall ist. Zudem ist bei der Rasur größte Vorsicht geboten, da die Verletzungsgefahr ungleich höher ist als bei den eingefassten Klingen der typischen Nassrasierer.

Vorteilhaft ist hingegen das gute Preis-/Leistungsverhältnis. Nachdem ihr euch einmal einen Rasierhobel gekauft habt, braucht ihr nur von Zeit zu Zeit neue Rasierklingen. Diese sind deutlich günstiger als bei den Systemrasierern, sodass ihr die Kosten für den eigentlichen Hobel mit der Zeit wieder einspart und danach die Kosten für das Rasieren reduziert.

Rasierhobel reinigen

Nach jeder Rasur mit dem Rasierhobel solltet ihr das Werkzeug gründlich reinigen. Entfernt hierfür die Klinge aus der Halterung und reinigt alles gründlich unter fließendem Wasser. Bei der Klinge solltet ihr hierbei wieder besonders vorsichtig agieren, um euch nicht zu verletzen. Danach trocknet ihr die beiden Teile vorsichtig ab und packt diese für die Lagerung weg, z. B. in ein Etui. Die Rasierklinge solltet ihr auf keinen Fall lose lagern, da hier eine hohe Verletzungsgefahr besteht. Auch das richtige Abtrocknen ist wichtig, damit die meist aus Metall gefertigten Teile nicht mit der Zeit rosten. Nach einigen Rasuren wird die Rasierklinge nach und nach immer stumpfer. Dann ist es höchste Zeit, um diese auszutauschen. Denn nur mit einer scharfen Rasierklinge könnt ihr gute Rasurergebnisse erzielen.

Neuen Kommentar verfassen