Ein komplett enthaarter Intimbereich ist heute bei vielen Menschen en vogue – sowohl bei Frauen als auch Männern. Haarfreiheit gilt dort nicht nur als hygienischer, sondern auch als schöner und anziehender auf das andere Geschlecht. Um die Haare im Intimbereich loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele greifen zum Nassrasierer. Andere nutzen Enthaarungscremes, bei denen ich aber immer so meinen Zweifel bzgl. der Wirksamkeit habe. Eine der gründlichsten Methoden für Haarfreiheit im Intimbereich ist das Epilieren. Das klingt jetzt erst einmal etwas unangenehm und schmerzhaft. Mit unseren Tipps sorgt ihr aber für eine möglichst angenehme und gründliche Epilation im Intimbereich.

Was bedeutet Epilieren?


Für alle, die noch nie etwas vom Epilieren gehört haben oder nicht so viel damit anfangen können, zunächst erst einmal eine kleine Einleitung, was dies überhauptbedeutet. Die Epilation wird mit einem Epilierer durchgeführt. Dies ist eine Art Rasierer, der allerdings die Haare nicht abschneidet, sondern mit kleinen Pinzetten auf einer rotierenden Walze greift und aus der Haut herauszieht. Hierbei werden die Haare samt Wurzel entfernt. Diese Prozedur ist, wie ihr euch sicherlich denken könnt, nicht ganz schmerzlos. Dafür sorgt sie aber für eine langanhaltende Glätte, da die Haare nicht so schnell nachwachsen.

Wertvolle Tipps für das Intimbereich epilieren


Kommen wir nun zu unseren Tipps, mit denen ihr das Intimbereich epilieren so schmerzfrei und angenehm wie möglich gestaltet. Diese sind allesamt handverlesen und von mir selbst ausprobiert sowie für gut befunden. Denn, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern, auch mein Mann mag es, wenn ich untenrum glatt und gepflegt bin – kein Wunder, wer steht schon auf Urwald…

Der richtige Epilierer

Eine schonende Epilation des Intimbereichs steht und fällt mit dem richtigen und guten Handwerkszeug. Das ist in diesem Fall ein guter Epilierer. Die gibt es in vielen verschiedenen Preisklassen im Handel. Und auch günstigere Modelle konnten in unserem großen Epilierer Test überzeugen. Wirklich richtig gut waren aber in unserem Test aber nur die hochwertigen Modelle. Diese liegen preislich meist so um die 100 Euro. Das ist kein Schnäppchen, ist aber jetzt auch keine Summe, die riesengroß ist. Wir sind uns sicher, dass vielen von euch das Geld ein haarfreier Intimbereich, der nicht regelmäßig neu rasiert werden muss, durchaus wert ist.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Epilierer eine Nass-Epilation unterstützt bzw. ermöglicht. Denn durch das Wasser wird die Epilation angenehmer, was gerade im Intimbereich sehr wichtig ist. Zudem ist wichtig, dass ihr einen speziellen Aufsatz für empfindliche Körperregionen oder das Gesicht (Stichwort „Epilierer für Gesicht“) im Lieferumfang dabei habt. Auch eine Lampe ist hilfreich, um in dem schwer erreichbaren Körperbereich möglichst den Überblick zu behalten. Wenn ihr eine Empfehlung haben wollt, lege ich euch den Braun Silk-épil 9 SkinSpa 9-961e ans Herz. Dieser hat mich voll und ganz überzeugt und konnte am Ende völlig zurecht den Testsieg einheimsen.

Nass epilieren

Bereits eben kurz erwähnt habe ich den positiven Effekt des nassen Epilierens unter der Dusche oder in der Badewanne. Verwendet hierbei auf jeden Fall warmes Wasser, auch wenn ihr sonst eventuell Kaltduscher seid. Denn das warme Wasser entspannt die Poren der Haut und macht diese weicher. Das Ergebnis ist, dass sich die Haare samt Wurzeln leichter aus der Haut ziehen lassen, was weniger Schmerzen verursacht. Und genau das ist beim Epilieren des Intimbereichs besonders wichtig, da es sich um eine sehr empfindliche Körperregion handelt. Bevor es mit der Epilation losgeht, solltet ihr den Intimbereich einige Minuten mit warmem Wasser auf das Bevorstehende vorbereiten. Daher ist eben die Dusche oder die Badewanne das ideale Terrain. Zudem hilft es, die Haut vorher kräftig zu massieren, da dies die Durchblutung fördert und die Haut entspannt. Dies beugt Schmerzen vor.

Wollt ihr partout mal nicht unter der Dusche epilieren oder ist euer Epilierer nicht für den Nasseinsatz geeignet, könnt ihr als Alternative auch trocken epilieren. Dann solltet ihr aber unbedingt vorher warm duschen, um die Haut wie beschrieben vorzubereiten. Anschließend gründlich abtrocken. Pudert den Bereich danach noch mit Babypuder ein. Dies bindet die Restfeuchte auf der Haut, was dafür sorgt, dass der Epilierer bzw. dessen Pinzetten die Haare besser greifen und damit schonender aus der Haut ziehen können.

Die richtige Haarlänge


Auch die richtige Haarlänge ist wichtig bei der Epilation. Denn nur dann kann ein Epilierer diese zuverlässig greifen und entfernen. Im Intimbereich empfiehlt sich eine Länge von ca. 5 mm. Dann erfassen die meisten Epilierer die Haare am besten. Sind die Haare aktuell zu lang, hilft das Stutzen mit einem Trimmer, der bei einigen Epilierern zum Lieferumfang gehört. Alternativ könnt ihr auch eine klassische Rasur durchführen. Danach wartet ihr ca. 4 bis 7 Tage (je nach Schnelligkeit des Haarwachstums), damit die Haare die ideale Länge für die Epilation haben. Sind die Haare noch zu kurz, solltet ihr besser noch etwas warten, da der Vorgang sonst eventuell schmerzhafter als nötig oder das Ergebnis nicht wirklich gründlich wird.

Das richtige Epilieren

Geht es dann frisch und frei ans Werk, ist auch das richtige Epilieren wichtig, um den Vorgang zum einen möglichst schmerzfrei zu halten und zum anderen gründlich über die Bühne zu bringen. Verwendet am besten einen Aufsatz für empfindliche Körperregionen oder für Gesichtshaare. Danach zieht ihr die Haut im entsprechenden Bereich mit zwei Fingern straff. Anschließend setzt ihr den Epilierer senkrecht auf die straff gezogene Stelle. Sind die Schmerzen aushaltbar, fahrt ihr dann mit dem Gerät langsam entgegen der Wuchsrichtung. Agiert hierbei nicht hektisch, sondern langsam und in Ruhe. Kurze Pausen können helfen, dass sich die Haut wieder etwas beruhigt.

Je nach Gelenkigkeit kann auch die Verwendung eines Spiegels helfen, um den eigenen Intimbereich besser sehen zu können. So ist auch die Kontrolle nach der Epilation einfacher, ob ihr wirklich alle Haare erwischt habt. Aber nicht vergessen: Der Spiegel zeigt alles seitenverkehrt.

Ein kleiner Tipp für sehr schmerzempfindliche Frauen: Es gibt im Handel Cremes, (z. B. Emla Creme), die für eine oberflächliche Betäubung der Haut sorgen. Dies verringert den empfundenen Schmerz bei der Epilation deutlich. Diese Cremes sind ohne Rezept erhältlich und auch bei regelmäßiger Anwendung ungefährlich. Sie werden oft auch in Kosmetikstudios oder bei der Wundbehandlung eingesetzt.

Die richtige Nachbereitung

Ist der Intimbereich erfolgreich mit dem Epilierer von Haaren befreit, seid ihr noch nicht fertig. Denn nun solltet ihr den strapazierten Bereich noch etwas pflegen, um die Folgen der Epilation so angenehm und gering wie möglich zu halten, sprich Hautrötungen und Co weitestgehend zu verhindern. Hierbei kann das Kühlen der Haut helfen, z. B. mit einer Kühlkompresse. Alternativ tut es aber auch ein Beutel tiefgefrorener Erbsen, die sich der Haut gut anschmiegen.

Nach der Kühlung cremt ihr den Bereich am besten noch mit einer naturreinen Creme oder Lotion ein, zum Beispiel ein Gel mit Aloe vera. Das pflegt die Haut, beruhigt sie und spendet Feuchtigkeit. Zudem solltet ihr nach der Epilation enge Kleidung für mehrere Stunden meiden. Das ideale Timing für das Intimbereich epilieren ist abends, da sich die Haut dann von der Epilation über Nacht erholen kann. Idealerweise verzichtet ihr dann auch auf Unterwäsche – das freut bestimmt auch euren Partner bzw. eure Partnerin….

Um das Einwachsen von Haaren nach dem Epilieren, wenn diese dann nach einiger Zeit wieder sprießen, zu verhindern, können Massagen mit einem Luffa- oder Sisalschwamm helfen. Diese solltet ihr mit einem Abstand von zwei Tagen durchführen. Auch ein wöchentliches Peeling kann dies vorbeugen und sorgt zudem für eine samtweiche und gepflegte Haut.

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