Für die Nassrasur ist Rasierschaum elementar wichtig. Ohne ihn gleitet der Nassrasierer nicht richtig über die Haut. Das Ergebnis ist in der Regel nicht nur eine schlechte und unsaubere Rasur, sondern auch eine gereizte Haut (Stichwort Rasurbrand) sowie eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Haut. Daher empfehlen wir euch unbedingt den Einsatz von Rasierschaum bei der Nassrasur. Wir haben in unserem Rasierschaum Test verschiedene Produkte für euch gegenüber- und vorgestellt und geben euch zudem noch viele interessante Informationen rund um den Nutzen und die Verwendung von Rasierschaum.

Warum zu Rasierschaum Alternativen greifen?


Allerdings kann es auch mal Situationen geben, in denen gerade kein Rasierschaum zur Hand ist. Ihr seid im Urlaub und habt ihn z. B. vergessen. Oder die Dose ist alle und ihr habt noch keinen Ersatz gekauft. Aber es kann auch noch andere Gründe geben, warum ihr keinen Rasierschaum benutzt bzw. benutzen wollt. Einer kann z. B. eine Allergie gegen Stoffe sein, die in nahezu jedem Rasierschaum drin sind, z. B. Duftstoffe oder Palmöl. Aber auch eine Abneigung die teilweise bedenklichen Inhaltsstoffe wie Tenside in im Handel erhältlichen Rasierschaum können der Grund sein. So enthalten z. B. viele Butan oder andere Treibmittel, die auf Erdölbasis erzeugt werden. Das ist aufgrund der endlichen Ressource nicht nur nicht ideal, sondern sie können auch der Haut und den Atemwegen schaden. Oder ihr wollt einfach auch nicht so viel Müll produzieren, denn schließlich ist Rasierschaum immer in relativ großen Aluminiumdosen verpackt. Das bedeutet viel Müll, wenn der darin enthaltene Schaum aufgebraucht ist.

5 Alternativen zum Rasierschaum


Aber ihr müsst nicht zum klassischen Rasierschaum greifen, wenn ihr dies nicht möchtet. Wir stellen euch fünf interessante und ebenfalls funktionierende Alternativen zum Rasierschaum vor. Diese könnt ihr entweder mit wenig Aufwand selber herstellen oder sie sind zum kleinen Preis im Handel erhältlich. Generell lösen diese Rasierschaum Alternativen die oben genannten Probleme, sind zudem auch noch günstiger. Allerdings ist es in der Regel auch aufwendiger, da sie eben meist erst noch hergestellt werden müssen…

Rasierseife

Rasierseife war früher ebenfalls ein klassisches „Gleitmittel“ für die Rasur. Heute ist sie etwas in Vergessenheit geraten. Nutzt ihr eine stark schäumende Naturseife und einen guten Rasierpinsel, könnt ihr damit einen hervorragenden Schaum herstellen. Dieser macht die Haare vor der Rasur weich, greift dabei aber weniger aggressiv den natürlichen Säureschutzmantel eurer Haut an. Somit kann sich das Gleichgewicht nach der Rasur schnell wieder herstellen. Zudem ist Rasierseife deutlich ergiebiger als Rasierschaum, braucht auch noch deutlich weniger Verpackung und ist vor allem auch auf Reisen eine platzsparende Alternative, da sie ins Handgepäck darf. Aber auch zuhause ist Rasierseife eine wunderbare Alternative, wenn ihr keinen klassischen Rasierschaum einsetzen wollt. Alternativ könnt ihr sie sogar selber herstellen, wie wir euch in einem anderen Ratgeber in Kürze zeigen werden.

Rasiercreme

Wollt ihr beim Rasieren nicht auf das klassische Gefühl verzichten, dass Rasierschaum auf dem Gesicht hinterlässt, könnte die Rasiercreme eine gute Möglichkeit und Alternative für euch sein. Sie wird selbst hergestellt. Wie das funktioniert, verraten wir in einem nachfolgenden Ratgeber. Kurz zusammengefasst wird eine pflegende Rasiercreme aus Kokosöl und Sheabutter und einem flüssigen Öl eurer Wahl zusammengesetzt und dann mit etwas Handseide aufgeschlagen. So bildet sich eine feste Creme, die ihr als dünnen Film vor dem Rasieren in klassischer Manier auf eure Haut auftragen könnt. Dabei schlagt ihr gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Dank der nicht raffinierten Sheabutter ist die Rasiercreme besonders gut für empfindliche Haut (wie die meinige) geeignet. Zudem hat sie dank des hochwertigen Kokosöles und seiner pflegenden Eigenschaften auch noch einen richtig positiven Effekt auf eure Haut.

Kokosöl

Wollt ihr nicht erst die oben beschriebene Rasiercreme herstellen, was aber eigentlich gar nicht so aufwendig ist, könnt ihr auch Kokosöl alleine verwenden. Weicht hierfür zunächst eure Haut mit warmem Wasser ein, um die Poren zu öffnen. Danach bringt ihr das Kokosöl auf Körpertemperatur und verreibt es mit den Händen auf eurem Gesicht. Tragt es hierbei sanft auf und massiert es in die Haut ein. Nach einer kurzen Einwirkzeit könnt ihr nun auf die ganz klassische und gewohnte Weise euer Gesicht mit einem Nassrasierer von den Bartstoppeln befreien. Das Kokosöl pflegt dabei nicht nur eure Haut, sondern versorgt auch gleich die mikroskopisch kleinen und meist unvermeidlichen Verletzungen der Haut. Es bleibt eine glatte und gepflegte haut zurück. Wir empfehlen euch die Verwendung von hochwertigem, kaltgepresstem Bio-Kokosöl, da dieses besonders reichhaltig an wertvollen Vitaminen und Fettsäuren ist.

Aloe-vera-Gel

Auch Aloe vera eignet sich als Alternative zum klassischen Rasierschaum, ist in einigen im Handel erhältlichen Produkten sogar enthalten. Das Aloe-vera-Gel könnt ihr entweder selbst herstellen, idealerweise natürlich aus selbst gezogenen Aloe vera Pflanzen. Alternativ könnt ihr dieses aber auch in einer Apotheke oder online (z. B. bei Amazon) erhalten. Tragt das Gel aus Aloe vera dann mit feuchten Händen auf eurem Gesicht auf. Hierbei solltet ihr einigermaßen zügig vorgehen, da es relativ schnell austrocknet. Daher solltet ihr immer nur kleine Hautpartien eincremen und diese dann rasieren. Erst dann geht es zur nächsten Stelle weiter. Das macht die Rasur leider relativ aufwendig und zeitintensiv. Dafür profitiert ihr aber von den positiven Eigenschaften der Aloe vera-Pflanze, die unter anderem dafür bekannt ist, der Haut Feuchtigkeit zu spenden sowie Entzündungen und Falten vorzubeugen. Alles davon kommt euch nicht nur bei der Rasur, sondern auch für eine lange Zeit gepflegte und glatte Haut zugute.

Rasieröl

Ebenfalls bestens für die Rasur sowie die Pflege der Haut geeignet ist Rasieröl. Je nach Rezeptur ist neben Aloe-vera-Gel auch ein pflegendes Pflanzenöl enthalten. Dieses verbessert nicht nur die Verteilbarkeit, sondern kann auch ganz individuell auf eure Wünsche, Bedürfnisse und euren Hauttyp abgestimmt werden. Zudem könnt ihr mit dem optionalen Zutaten Glycerin und Vitamin E euer Rasieröl sogar auf Vorrat herstellen und auch bei großflächigeren und aufwendigeren Rasuren einsetzen. Allerdings, ihr werdet es bereits erkannt haben, müsst ihr euer Rasieröl zuvor selbst herstellen. Dies ist aber gar nicht so aufwendig und schwierig und wird von uns auch noch genauer thematisiert.

Neuen Kommentar verfassen