Neben den Beinen und dem Intimbereich sind auch die Achseln eine beliebte Körperstelle, die sich allem Frauen enthaaren. Auch wenn einige Stars und Sternchen in der jüngeren Vergangenheit eine Art Gegenbewegung gestartet haben und ihre Achselhaare bewusst und teils schon provokativ zur Schau tragen, bevorzugen die meisten Frauen auch heute noch von Haaren befreite Achseln. Dies hat nicht nur etwas mit der ansprechenderen Optik und ästhetischen Gründen zu tun, sondern ist auch hygienischer. Denn in den Haaren können sich Bakterien versammeln, die erst den Schweiß zum Stinken bringen. Aber auch viele Männer stutzen sich die Achselhaare aus diesen Gründen, um den unangenehm stinkenden Schweißgeruch zu verhindern und dem weiblichen Geschlecht zu gefallen.

Warum Achseln epilieren


Das Enthaaren der Achseln kann z. B. durch sehr regelmäßiges Rasieren erfolgen, was allerdings immer nur wenige Stunden bis maximal Tage vorhält und eine glatte Haut ohne Haarstoppel bringt. Damit ist dies eine eher suboptimale und vor allem sehr nervige Variante der Achselenthaarung. Alternativ könnt ihr aber auch eure Achseln epilieren. Dies bietet den Vorteil der längerfristigen Enthaarung, ohne dass bereits wenige Tage nach der Anwendung bereits wieder Stoppel zu sehen sind. Dafür ist das Epilieren aber gerade an empfindlichen Körperstellen wie unter den Achseln mehr oder weniger schmerzhaft.

Was kann beim Achseln Epilieren passieren?


Das Epilieren der Achseln ist eine gute Möglichkeit, um langfristig die Haare zu beseitigen und sie nicht ständig rasieren zu müssen. Allerdings hat die Epilation unter den Achseln auch ein paar unangenehme Nebenwirkungen bzw. birgt ein paar Gefahren. Da die Haut unter den Achseln sehr empfindlich ist, ist das Epilieren an dieser Stelle meist etwas schmerzhafter als an den Beinen, wenn die Pinzetten des Epilierers die Haare samt Wurzeln aus der Haut ziehen.

Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass das Achseln epilieren gefährlich sei, da sich die Lymphknoten entzünden können. Dies ist nach unseren Informationen aber falsch, da sich diese durch das Epilieren nicht entzünden können. Das Epilieren der Achseln ist also nicht schädlich.

Es kann allerdings nach der Epilation dazu kommen, dass sich die Haut entzündet. Dieses Risiko besteht auch an anderen Körperregionen, wenn ihr euch dort epiliert. Es kommt durch in die Haut eingewachsene Haare, wenn diese beim erneuten Sprießen es nicht schaffen, die Haut zu durchstoßen. Auch Hautreizungen durch die Epilation wie leichte Blutungen oder kleine rote Punkte, vor allem beim ersten Mal, können auftreten, da die Haut dort sehr empfindlich und dünn ist. Im nachfolgenden Abschnitt geben wir euch unter anderem Tipps, wie ihr diese Probleme umgeht bzw. mit ihnen umgeht.

Tipps für das schonende Achseln epilieren


Nun aber genug der Theorie. Wir haben einige wertvolle Tipps für euch, wie ihr das Achseln epilieren so angenehm und schmerzfrei wie möglich gestaltet. Befolgt unsere Tipps, die ich selbst ausprobiert und für gut befunden habe, dann ist das Epilieren der Achseln gar nicht mehr so schlimm, sondern ihr profitiert vor allem von der langfristigen Enthaarung.

Die richtige Vorbereitung

Bevor ihr mit der Epilation der Achseln beginnt, sollte unbedingt erst einmal die richtige Vorbereitung auf dem Programm stehen. Denn nur, wenn ihr die sensible Haut unter euren Achseln gut auf die anstehende Enthaarung vorbereitet, wird diese gründlich und bestmöglich angenehm verlaufen. Daher solltet ihr die Haut vor dem Epilieren der Achseln unbedingt erwärmen. Dies gelingt am besten unter der heißen Dusche oder in der Badewanne. Lasst die Haut also einige Zeit mit warmem Wasser in Kontakt kommen. Das sorgt dafür, dass sich die Haut erwärmt und so die Poren öffnen. Dies wiederum hilft dabei, dass sich die Haare leichter und damit auch schmerzfreier aus der Haut ziehen lassen. Besitzt euer Epilierer eine Massagefunktion, nutzt diese vor der Epilation. Auch dies ist dabei hilfreich, die Haut vor dem Achseln epilieren bestmöglich auf die bevorstehende Enthaarung vorzubereiten.

Das richtige Handwerkszeug

Genauso wichtig wie die Vorbereitung ist auch das passende Handwerkszeug, sprich ein guter Epilierer. Dieser sollte mit einem entsprechenden Aufsatz für empfindliche Hautpartien ausgestattet sein, wie es meist bei einem Epilierer Gesicht der Fall ist. Zudem sollten die Pinzetten natürlich einen bestmöglichen Zugriff haben, was leider vor allem bei den sehr günstigen Geräten nicht immer der Fall ist. Ich empfehle euch meinen persönlichen Favoriten, den ich auch bei mir zuhause im Einsatz habe: den Silk-épil 9 SkinSpa 9-961e von Braun. Dieser Epilierer konnte sich in unserem großen Epilierer Test auch den verdienten Testsieg sichern und ist damit eine absolut gute Wahl – falls ihr zuhause noch keinen wirklich guten Epilierer im Einsatz habt…

Die richtige Haarlänge

Auch die richtige Haarlänge spielt eine wichtige Rolle für eine schonende und vor allem gründliche Epilation. Am besten erwischt ein Epilierer die Haare unter den Achseln, wenn diese ca. 3 bis 5 mm lang sind. Sollten eure Achselhaare aktuell länger sein, stutzt diese zuerst – z. B. mit einem Trimmeraufsatz beim Epilierer oder dem Bartschneider eures Partners bzw. eurem eigenen (als Mann). Sollten eure Achselhaare aufgrund einer noch nicht lange zurückliegenden Rasur hingegen noch zu kurz sein, solltet ihr sie noch etwas „züchten“. Da die Haare unter den Achseln recht schnell wachsen, könnt ihr in der Regel innerhalb weniger Tage dann das Epilieren durchführen.

Hilfreiches Mittel: Betäubungssalbe

Das Achseln epilieren ist, ich habe es nun schon mehrmals erwähnt, durchaus etwas schmerzhaft. Solltet ihr sehr schmerzempfindlich sein und bereits vorweg Vorsorge treffen wollen oder beim Epilieren merken, dass es doch zu unangenehm ist, hilft eine Betäubungssalbe. Diese gibt es ohne Rezept frei verkäuflich. Sie betäubt die oberste Hautschicht für eine kurze Zeit und wird z. B. auch in Tattoo-Studios und Co angewendet. Cremt einfach die Achseln damit ein. Sobald die Salbe eingezogen ist, wascht ihr die Rückstände ab und trocknet dann die Haut gründlich ab. Danach könnt ihr eure Achseln schmerzfrei epilieren.

Die richtige Epilation

Ist euer Epilierer für den Nasseinsatz gemacht, könnt ihr während des Duschens und Badens epilieren. Das macht dies besonders schonend und angenehm. Besonders gut kommt ihr an die Achseln, wenn ihr den Arm senkrecht in die Höhe hebt und den Ellenbogen abknickt, sodass ihr mit der Hand eure Achsel zum Straffen der Haut erreichen könnt. Setzt beim Achseln epilieren das Gerät senkrecht auf die Haut und zieht selbige zeitgleich straff. Dann fahrt ihr vorsichtig und mit bedachtem Tempo über die Haut, sodass die Pinzetten auf der rotierenden Walze die Haare gut greifen und herausziehen können. Epiliert hierbei von außen nach innen gegen die Wuchsrichtung der Haare.

Die richtige Nachsorge

Nach dem Epilieren eurer Achseln solltet ihr die gereizte Haut mit einer pflegenden Creme behandeln, um sie zu beruhigen sowie um Entzündungen und Co vorzubeugen. Zudem solltet ihr direkt nach dem Achseln epilieren kein Deo verwenden und keine enge Kleidung tragen, um die Haut nicht zusätzlich unnötig zu reizen. Daher ist es ratsam, das Epilieren von Achseln und Co abends vor dem Zubettgehen zu machen. Dann hat die Haut über Nacht Zeit und Ruhe, um sich zu regenerieren. Auch ein Kühlakku oder ein Beutel tiefgefrorene Erbsen kann helfen, um die Strapazen der Epilation vergessen zu machen.

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