Eine Nassrasur ist die Königsdisziplin beim Rasieren. Sie ist die traditionsreiche Variante, die Barthaare aus dem Gesicht eines Mannes zu entfernen. Und sie ist die gründlichere Variante, da hier das Ergebnis deutlich glatter wird als mit einem elektrischen Rasierer. Allerdings ist eine Nassrasur auch immer mit der Gefahr verbunden, sich zu schneiden, einen Rasurbrand zu erleiden sowie hinterher mit lauter roten Pusteln und Pickelchen im Gesicht und am Hals übersäht zu sein. Denn Nassrasieren ist eben auch die „härtere“ Variante des Rasierens, die vor allem bei sensibler Haut im Gesicht und am Hals so ihre Spuren hinterlassen kann.

Damit euch das nicht passiert, habe ich euch einige wichtige Tipps zusammengetragen, die ihr beim Nassrasieren auf jeden Fall beachten solltet. Dann wird die Nassrasur nicht zum gefährlichen Tanz auf der Rasierklinge, sondern endet in einer verdammt guten und gründlichen Rasur – ohne Spuren im Gesicht…

 

Die perfekte Nassrasur: 10 Tipps (Exklusiv)

Folgende zehn Tipps solltet ihr unbedingt bei der Nassrasur befolgen…

Tipp 1: Der frühe Vogel fängt den Wurm
Rasiert euch am besten direkt nach dem Aufstehen. Und zwar noch vor dem Frühstück. Ja, viele können ohne eine Mahlzeit oder zumindest den ersten Kaffee am Morgen noch nicht viel auf die Beine stellen. Für eine Rasur sollte es aber reichen. Denn das Essen und der damit verbundene Verdauungsprozess sowie das Koffein des Kaffees (oder Teein des Tees) sorgen für eine erhöhte Herzfrequenz. Dies hat wiederum eine erhöhte Durchblutung der Haut zufolge. Damit sind die kleinen Äderchen unter der Haut besser durchblutet, also mit Blut gefüllt, könnten somit auch leichter beim Rasieren von der Rasierklinge verletzt werden.

Tipp 2: Warmduscher
Nein, wir Männer geben nicht gerne zu, ein Warmduscher zu sein. Als Vorbereitung für eine Nassrasur solltet ihr aber das Gesicht mit warmem Wasser waschen. Dies ist die perfekte Vorbereitung für eine Nassrasur. Zum einen entfernt das warme Wasser Schmutz und abgestorbene Hautpartikel, glättet also die Oberfläche. Zum anderen öffnet das warme Wasser die Poren und weicht die Barthaare auf. So hat der Nassrasierer weniger Arbeit und kann leichter über die Haut fahren sowie die Bartstoppel abschneiden.

Tipp 3: Heißer Stahl
Auch die Rasierklinge solltet ihr mit möglichst heißem Wasser vor dem ersten Zug vorwärmen und auch zwischen den Zügen von Bartstoppeln und Rasierschaum reinigen. Denn heißer (bzw. angewärmter) Stahl schneidet in der Tat besser. So gleiten die Klingen leichter durch die Barthaare. Tipp zum Wassersparen: eine kleine Rasierschale mit warmem Wasser füllen, statt den Nassrasierer unter dem laufenden Wasserhahn zu reinigen. Schont Geldbeutel und Umwelt.

Tipp 4: Schaumparty
Verwendet auf jeden Fall Rasierschaum. Der hat mehrere Vorteile. Er richtet die Barthaare auf und weicht sie ein. Dadurch hat der Nassrasierer leichteres Spiel. Allerdings benötigt der Rasierschaum auch etwas Zeit, um einzuwirken. Gönne ihm und dir daher die Zeit, ihn zwei bis drei Minuten einwirken zu lassen, bevor ihr den Rasierer für den ersten Zug ansetzt.

Tipp 5: Für echte Männer
Nach der Rasur solltet ihr das Gesicht mit eiskalten Wasser reinigen und so übrig gebliebenen Rasierschaum abspülen. Warum eiskaltes Wasser nehmen? Das verschließt die Poren der Haut und verhindert, dass sich die winzig kleinen Verletzungen der Haut durch die Rasierklingen schließen und nicht entzünden. Danach das Gesicht vorsichtig mit einem sauberen und weichen Handtuch abtrocknen.

Tipp 6: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Nach dem Abspülen der Rasierschaumreste solltet ihr noch einmal gründlich alle Ecken eures Gesichtes kontrollieren. Leicht kann es passieren, dass mal ein paar Bartstoppeln stehen bleiben, die man unter dem Rasierschaumresten noch nicht gesehen hat. Ist dies der Fall, ist es nun der perfekte Zeitpunkt, nachzubessern. Sorgt bei der Kontrolle für gute Lichtverhältnisse und verwendet unter Umständen einen Handspiegel.

Tipp 7: Pflege für den Mann
Nach der Rasur solltet ihr nicht vergessen, ein Aftershave aufzutragen. Damit meine ich jetzt kein billiges Rasierwasser mit fürchterlich penetrantem Duft, sondern ein mildes Pflegeprodukt ohne Alkohol, dass die strapazierte Haut pflegt und ihr die nötige Feuchtigkeit zurückgibt. Ja, Männer, etwas Pflege muss sein. Positiver Nebeneffekt: es verhindert Rasierbrand.

Tipp 8: In der Ruhe liegt die Kraft
Bei uns Männern muss es immer schnell gehen. Das gilt auch für die Pflege im Bad. Bei der Nassrasur solltet ihr euch aber etwas Zeit lassen. Denn zum einen sorgen hektische Bewegungen eher dafür, dass ihr euch leichter schneidet. Und zum anderen sorgt Hektik dafür, dass ihr schnell mal ein paar Stoppeln überseht. Das sieht dann durchaus peinlich aus…

Tipp 9: Den besten Rasierer nehmen
Eine Nassrasur ist wie beim Heimwerken: Ohne das richtige Handwerkszeug geht nichts. Daher solltet ihr einen guten Nassrasierer nehmen. Ich kann euch wärmstens den Gillette Fusion ProGlide Rasierer, meinen Testsieger im Nassrasierer Test, ans Herz legen. Er hat mich wirklich überzeugt und begeistert mit seinen vier Klingen mit Lubrastreifen und Präzisions-Trimmerklinge und der FlexBall-Technologie.

Tipp 10: Nicht geizen
Ja, Ersatzklingen für Nassrasierer sind (je nach Hersteller) nicht gerade günstig, gehen schnell ins Geld. Trotzdem solltet ihr regelmäßig neue Klingen aufziehen und hier nicht an der falschen Stelle geizen. Sobald der Lubrastreifen, das sind die farbigen Kontrollstreifen vor oder hinter den Klingen, einer Klinge seine Farbe verloren hat, solltet ihr diese austauschen und entsorgen. Denn nur mit scharfen Klingen ist eine glatte und verletzungsfreie Nassrasur möglich.

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